Susanne Neumann - Freie Journalistin

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Toll, Frau Neubauer! Tolle Figur, die sie in knallroter Pelle auf den Titelseiten jener Les-ich-nur-beim-Friseur- Illustrierten zur Schau stellen. Wie ich im Innenteil erfahre, haben Sie als junges Mädchen ja sehr gelitten unter ihrer Figur. Sie Ärmste! Eine Diät nach der anderen! Essstörungen! Komplexe! Bis Sie sich eines Tages so akzeptiert haben, wie Sie waren! Großartig! Als "Vollweib" wurden Sie neu erfunden! Üppig und schön dabei! Millionen von dicken Frauen - oder jenen mit gestörter Körperwahrnehmung - schenkten Sie neues Selbstvertrauen! Big ist beautiful - dafür standen Sie wie keine zweite deutsche Prominenz! Fast hätten wir es geglaubt. Eines Tages aber, im vergangenen August, betrachteten Sie sich im Spiegel, wie der Stern berichtet, und dachten so ganz bei sich: "Es war gut so, wie du warst. Aber jetzt bin ich eine andere. Und neugierig, was noch alles geht." Und dann haben Sie ganz easy abgespeckt. Big ist eben doch nicht beautiful. Und wenn frau neugierig genug ist, kann sie locker schlank sein. Vorbildhaft, Frau Neubauer! Danke, sagt die dicke Frau! Und stellt sich ganz neugierig vor den Spiegel. Mal sehen, was geht. Sollte es trotz Punktezählen nicht klappen mit dem Abnehmen, fange ich mit Yoga an! Davon nimmt frau nämlich ganz nebenbei ab, schier von alleine! Das verkündet ein rank und schlank gewordenes "Moppel-Ich" dieser Tage in ihrem neuen Buch! Toll, Frau Fröhlich! Danke!


NS-Scherge floh vor der Kamera

Mit Beate Klarsfeld stellte Kameramann Harry Dreifuss den NS-Verbrecher Kurt Lischkla.
(In: Kölner Stadt-Anzeiger, Rhein-Erft, Mai 2006)  

Er weiß, dass eine Kamera auf ihn gerichtet ist. Das macht ihn nervös. Die Aktentasche an sich gedrückt, hastet Kurt Lischka durch die Straßen Kölns. Plötzlich beginnt er wegzulaufen. Die Filmaufnahme verwackelt. Kameramann Harry Dreifuss bleibt dem NS-Verbrecher Lischka auf den Fersen.

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Endstation Staubsauger

Recherchiert: Der Spinnen Todesfallen
(In: Frauenzimmer.de, November 2008)

Das Grauen kam in der Nacht. Auf seiner Jagd ging es selbst in die Falle: Es rutschte in meine leere Badewanne, aus der es kein Entkommen gibt. Als ich am Morgen - noch kuschelwarm und halb im Schlaf - den Duschvorhang zur Seite schiebe, um meinen ungeschützten Barfuß in das Emaille-Becken zu setzen, scheuche ich es auf. 

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