Susanne Neumann - Freie Journalistin

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Aus Alltag werden Geschichten


"Männer stehen nicht auf Tupper"

Reportage: Auf einer Party werden Edel-Plastikdosen an die Frau gebracht.
(In: Kölner Stadt-Anzeiger, Rhein-Erft, Februar 2006)  

Frechen. Die Objekte der Begierde sind auf einem Bügelbrett arrangiert. Frauke, Gastgeberin der Tupperparty, die gleich in ihrem Wohnzimmer stattfinden wird, hat immerhin eine Tischdecke über das Gestell geworfen, bevor die Tupperware-Beraterin die „hochwertigen Kunststoffprodukte“ - im Volksmund Tupperdosen oder Tuppertöpfchen - darauf gestellt hat. Kurz vor 20 Uhr trudeln sieben Damen in den Dreißigern in der Frechener Dreizimmerwohnung ein.


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Feilschen wollen die Leute nicht

Reportage: Auf einem Kinderflohmarkt in Frechen vertickt die Autorin Spielzeug ihrer Söhne.
(In: Kölner Stadt-Anzeiger, Rhein-Erft, September 2010) 

Frechen. Wir sind perfekt vorbereitet. Die ganze Woche haben meine Söhne und ich die Kinderzimmer durchforstet, die Einzelteile diverser Sets von Lego Duplo und Playmobil zusammengesucht, den Neupreis und den Gebrauchtwaren-Wert im im Internet bei „Ebay“ und „Amazon“ recherchiert, und Puzzle auf ihre Vollständigkeit überprüft. Am Samstag laden wir den Kofferraum unseres Kombis voll.


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Bezahlt wird für den Namen

Recherchiert: Ein hoher Preis garantiert nicht die Hochwertigkeit der Luxus-Sonnenbrille
(In: Frauenzimmer.de, Juni 2008)

Mailand und Shopping - das gehört zusammen, stand für Regina S. (36) bei ihrem Besuch in der italienischen Mode-Metropole fest. "Aber ich fühlte mich zu dick, um was zum Anziehen zu kaufen, da musste es eben die Luxus-Sonnenbrille sein. 230 Euro blätterte S. für ein Modell as dem Hause Fendi hin. Falls sie kein Plagiat erstanden hat, kann sie zumindest sicher sein, dass ihr Nobel-Accessoire ihre Augen schützt.

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Endstation Staubsauger

Recherchiert: Der Spinnen Todesfallen
(In: Frauenzimmer.de, November 2008)

Das Grauen kam in der Nacht. Auf seiner Jagd ging es selbst in die Falle: Es rutschte in meine leere Badewanne, aus der es kein Entkommen gibt. Als ich am Morgen - noch kuschelwarm und halb im Schlaf - den Duschvorhang zur Seite schiebe, um meinen ungeschützten Barfuß in das Emaille-Becken zu setzen, scheuche ich es auf.. 

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